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BeitragVerfasst: 26.09.2011, 18:06 
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(Beitrag wurde von mir verschoben ;-) cu. Enrico)

@All

Heute stand in der heimischen "Presse" das eine private Person eine zusätzliche Summe zur Ergreifung der /die Täter von 50000.-Euro ausgesetzt hat.Zur Zeit sind 8000.- Euro ausgesetzt (5000.- vom Landeskriminalamt Bayern sowie 3000.- von privater Seite) Bis jetzt sind trotz Fernsehsendung XY-im ZDF
noch keine nützliche Hinweise eingegangen.Mehr zum Lesen unter http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/rundschau/

Gruss aus dem Allgäu bmwjacky

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BeitragVerfasst: 12.10.2011, 21:01 
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hallo ihr,

und heute wurde in Aktenzeichen XY nochmals auf diesen tragischen fall aufmerksam gemacht.
leider gibt es immer noch keine hinweise, die zur ergreifung des taeters fuehren.

dies dazu aktuell auf der website von Aktenzeichen XY:

12.10.2011

XY UPDATE: Öl auf der Fahrbahn
Anschlag auf Motorradfahrer


Der heimtückische Mord schockierte das XY-Publikum in unserer Sendung am 24. August 2011: Ein Familienvater macht eine Spritztour mit seinem Motorrad. Wenig später ist er tot. Schuld daran ist eine Öllache auf der Fahrbahn. Ein Unbekannter hat Altöl auf der Straße verteilt. Ein XY-Zuschauer ist besonders empört und will die Ermittler auf ungewöhnliche Weise unterstützen ...

Ausgerechnet Palmsonntag, den 17. April 2011, hat sich ein Unbekannter als Tattag ausgesucht. In der Nähe von Erkheim und Sontheim, bei Ottobeuren, Ronsberg und Markt Rettenbach im Allgäu wirft er mehrere Glasflaschen mit Altöl auf die Straße. Die öligen Lachen auf der Fahrbahn werden zur tödlichen Bedrohung für einen Motorradfahrer. Er kommt ins Schlingern - und stürzt schwer. Noch am Tatort erliegt er seinen Verletzungen.

Tiefe Empörung
Kurz nach der Ausstrahlung des Falls in unserer XY-Sendung im August meldet sich ein Zuschauer, der selbst Motorradfahrer ist. Er erhöht die Belohnung aus eigener Tasche um 42.000 Euro. Damit gibt es jetzt für den entscheidenden Hinweis in diesem Fall Belohnungen in Höhe von insgesamt 50.000 Euro.

Infobox
Zuständig:
Kripo Memmingen
Telefon 08331 / 10 00

Quelle: Aktenzeichen XY
Link: http://aktenzeichenxy.zdf.de/ZDFde/inha ... 67,00.html

50.000 euro belohnung, davon 42.000 durch einen zuschauer, der selbst motorradfahrer ist!

das ist selbst fuer Aktenzeichen XY eine ungewoehnlich hohe belohnungssumme!
hoffentlich fuehrt diese belohnung zur ergreifung des taeters!!!!

monika

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BeitragVerfasst: 06.12.2011, 12:53 
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hallo ihr,

ein aktueller bericht dazu heute im SPIEGEL:


SPIEGEL ONLINE
05. Dezember 2011, 00:00 Uhr
Verbrechen
Tödliche Spur

Von Matthias Bartsch und Jochen Vorfelder

Im April starb in Bayern ein Motorradfahrer, weil er über Öl rutschte, das ein Unbekannter auf einer Landstraße vergossen hatte.
Die Kripo sucht fieberhaft nach dem Täter.


Der Himmel war ohne Wolken, die Luft angenehm mild. Der 17. April dieses Jahres war einer dieser strahlenden Frühlingssonntage, an denen man keinen Gedanken daran verschwendet, dass alles Glück im Bruchteil einer Sekunde zerstört sein kann.

Die vierköpfige Familie war nach dem Mittagessen im Ort spazieren gegangen, danach gab es Waffeln für die Kinder. Und als sich Heike Deniffel mit einem Buch in die Sonne legte, beschloss ihr Mann Josef, noch eine Runde mit dem Motorrad zu drehen. Er holte seine zehn Jahre alte Honda aus der Garage, freute sich auf die Ausfahrt über die Hügel des Unterallgäus. Der 37-Jährige setzte sich auf die Maschine, bog auf die Landstraße ein. Es waren noch 5,25 Kilometer bis zu der Stelle, an der er sterben sollte.

Gegen 17 Uhr steuerte Josef Deniffel auf der Staatsstraße 2013 westlich von Markt Rettenbach eine leichte, ansteigende Rechtskurve an. Die Nachmittagssonne schien ihm ins Gesicht, die Ahornbäume am Straßenrand warfen Schatten auf die Fahrbahn. Deniffel konnte weder die Glassplitter erkennen noch das Motoröl, das als dunkler Fleck auf der geflickten Teerdecke schimmerte.

Seine Maschine kam ins Rutschen, stellte sich auf und schleuderte den Fahrer wie ein Katapult auf die Gegenfahrbahn. So hat es die Fahrerin des entgegenkommenden Autos in Erinnerung. Sie werde, sagte sie, niemals den Knall vergessen, mit dem Deniffel in die linke Seite ihres grünen Fords einschlug. Sie hatte keine Chance auszuweichen, er hatte keine zu überleben.

Die Polizei geht fest von einem gezielten Anschlag aus

Der Tod des Familienvaters Josef Deniffel am Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, hat nicht nur im bayerischen Schwaben wochenlang Zeitungsseiten gefüllt und die Menschen erschüttert. Er sprach sich unter Motorradfahrern in der ganzen Republik herum, wurde in Biker-Foren diskutiert; mehrere hundert Fahrer aus Süddeutschland trafen sich drei Wochen später zu einer Gedenkminute am Unfallort. Ein Geschäftsmann aus Düsseldorf, selbst Motorradfahrer, stiftete 42.000 Euro zur Aufstockung der Belohnung, damit der Verantwortliche für Deniffels Tod gefunden werde.

Denn das hat die Polizei eindeutig ermittelt: Es war kein Unfall, wie er auf beliebten Motorradstrecken häufig passiert, wenn die Fahrer öffentliche Straßen mit einem Rennkurs verwechseln. Josef Deniffel war mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs, betonen die Kripo-Beamten im nahegelegenen Memmingen. Sie sind sich sicher, dass er Opfer eines gezielten Anschlags wurde; eines Attentats vielleicht nicht gegen ihn persönlich, aber gegen ihn als Motorradfahrer. Die Memminger Staatsanwaltschaft ermittelt seit April wegen Mordverdachts.

"Ich glaube nicht, dass es so einen Fall in Deutschland schon mal gegeben hat", sagt Kriminalhauptkommissar Hermann Albrecht. Er ist ein ruhiger, freundlicher Mittfünfziger und ein erfahrener Ermittler. Albrecht war an Deniffels Todestag im Einsatz, nicht als Polizist, sondern als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Über Funk hatte er damals gehört, dass es einen tödlichen Unfall gegeben habe. Die Feuerwehr sollte kommen und absperren.

Ölbomben aus einem fahrenden Fahrzeug geworfen

Jetzt sitzt Albrecht im Besprechungsraum der Memminger Polizeiinspektion und hat die Fotos vom Tatort vor sich ausgebreitet: Vorn liegt Deniffels Motorrad mit verbogener Lenkstange, weiter hinten steht ein Rettungswagen, vor dem Sanitäter sich vergebens mühen, das Leben des am Boden liegenden Mannes zu retten.

Der Ermittler holt eine kleine Pappschachtel aus seinem Büro. Darin liegen, in Plastikbeutelchen verpackt, sechs Flaschenhälse, teils mit Schraubverschluss, teils mit Plastikstopfen. Es gibt nicht viele handfeste Spuren, auf die sich die Polizei bei ihrer Suche nach dem Täter stützen kann: ein paar Scherben von Wein- und Sektflaschen, die von einem großen Abfüllbetrieb aus der Region Stuttgart stammen und in Supermärkten verkauft worden waren. Dazu Proben der aufgesammelten Ölreste von der Straße.

An dem Sonntagnachmittag, als Josef Deniffel zum letzten Mal auf sein Motorrad stieg, hatte jemand in der Gegend um die "Schwäbische Bäderstraße" bei Memmingen neun solcher Flaschen aus einem fahrenden Fahrzeug geworfen. Alle Flaschen waren mit Motorenöl gefüllt und sorgfältig verschlossen worden. Falls der Werfer allein unterwegs war, muss er die Ölbomben in Griffweite gehabt haben, vielleicht lagen sie in seinem Auto auf dem Beifahrersitz.

"Es ist ein seltsamer Fall"

Der Täter, so hat die Polizei rekonstruiert, fuhr von Erkheim im Norden Richtung Ronsberg nach Süden, bog zwischendurch für einige Kilometer auf eine versteckte Nebenstraße ab, die üblicherweise nur Ortskundige nutzen. Wenn er sich unbeobachtet fühlte, nahm er sich eine der Flaschen und warf sie nach links auf die Gegenfahrbahn, wo sie zerplatzte. Auf einer Strecke, für die Einheimische vielleicht 20 Minuten benötigen, produzierte er neun Todesfallen für Zweiradfahrer.

In den Tagen und Wochen nach dem Unfall fahndete eine 20-köpfige Ermittlungsgruppe nach Zeugen, Indizien, Beweisstücken, aber bis heute haben sie keine heiße Spur - nicht einmal eine klare Vorstellung vom Motiv des Täters. War es ein Psychopath? Eine durchgeknallte Jugendclique? Ein Motorradhasser?

In Deniffels Heimatort Markt Rettenbach glauben manche an einen Anwohner, der sich über den lärmenden Ausflugsverkehr ärgerte. "Es haben viele darüber geklagt, dass die Motorradfahrer bei schönem Wetter immer wieder mit ihren heulenden Maschinen durch den Ort rasen", sagt ein alter Mann mit Filzhut. Er steht vor Josef Deniffels Grab, er kennt die Geschichte der Familie. Die Welt ist klein in Markt Rettenbach. Vom Friedhof aus kann man Deniffels Elternhaus sehen, weißgetüncht, mit Solarpaneelen auf dem Dach. Vor drei Jahren hat es die kleine Familie renoviert und ist eingezogen.

Heike Deniffel sitzt am Holztisch in der Küche. Sie nennt ein paar Dinge, die ihr Mann noch erledigen wollte in diesem Jahr, die Verkleidung der Küchenschränke, die Terrasse vor dem Wohnzimmer. Josef Deniffel war Handwerker und Hausmann; er hat sich um die Kinder gekümmert, seine Frau hat als Bankangestellte das Geld nach Hause gebracht.

Der Sohn ist sieben, die Tochter elf Jahre alt. Heike Deniffel weiß nicht mehr, wie sie es den Kindern gesagt hat, an jenem Sonntag im April, als die Sanitäter plötzlich vor der Tür standen. Wie sagt man das auch? Der Vater lebt nicht mehr.

Von jetzt an ist er nur noch eine schöne Erinnerung. Für immer der Mann auf dem silbergerahmten Foto in der Küche, auf dem er seinen Hochzeitsanzug trägt, einen kleinen Ring im linken Ohr und einen Oberlippenbart.

"Der Seppi", sagt Heike Deniffel zärtlich, "war mein Erster." Er war sechs Jahre älter, sie spielten zusammen im Blasorchester, bauten zusammen das Haus um. Nur seine Liebe zum Motorradfahren war ihr fremd geblieben, hatte ihr Angst gemacht. Aber seit die Kinder da waren, sei er langsamer, vorsichtiger gefahren. "Er wusste, was er der Familie schuldig war", sagt Heike Deniffel.

Entlastungszeugen, tote Spuren, wasserdichte Alibis

Wahrscheinlich stamme der Täter aus der Gegend, haben ihr die Polizisten gesagt. Darauf lasse schon die gute Ortskenntnis bei der Wahl seiner Todesroute schließen. "Ich glaube, dass er hier aus Markt Rettenbach kommt", sagt die Witwe: "Der weiß genau, welche Familie er zerstört hat."

Manchmal, an der Supermarktkasse oder beim Überqueren der Straße, hat sie das Gefühl, dass sie beobachtet wird. Oder sie ertappt sich, wie sie selbst Leute mustert und sich überlegt: War's der? Sie fragt sich, ob dieses Gefühl jemals aufhören wird, bevor der Täter gefunden wird.

An Fingerzeigen habe es nicht gemangelt, erzählt Hauptkommissar Albrecht. Weil Zeugen am Tattag ein 3er-BMW aufgefallen war, der wie ein Verkehrsrowdy über die Straßen raste, wurden Dutzende Fahrzeuge dieses Typs in der Region überprüft. Es gab Hinweise auf Menschen, die Motorradfahrern die Pest an den Hals wünschten, einer davon soll über einen großen Altölvorrat verfügt haben. Es gab eine Hausdurchsuchung bei einem Anwohner, der gleich zwei Wohnsitze entlang der Strecke hatte. Aber es gab auch Entlastungszeugen, tote Spuren, wasserdichte Alibis.

"Es ist ein seltsamer Fall", sagt Albrecht und klingt ein wenig erschöpft. Seit Monaten durchforstet die Polizei Akten und Archive nach ähnlichen Vorfällen, die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" wurde eingeschaltet, ein Profiler aus München konsultiert. Ohne Ergebnis.

"Irgendwann machen die meisten einen Fehler"

Mitte September wurde bei Dillingen, rund hundert Kilometer von Markt Rettenbach entfernt, ein weiterer Ölfleck gelegt. Im Oktober kippten Unbekannte bei Bad Nenndorf in Niedersachsen nachts drei Eimer Rollsplitt auf die Fahrbahn. Auch dort habe offenbar jemand rasende Zweiradfahrer zur Räson bringen wollen, vermutet die Polizei.

Doch vermutlich waren das Nachahmungstäter, denn die Spurenlagen unterscheiden sich stark von der im Unterallgäu. Der Flaschenwerfer, der Josef Deniffel tötete, hat seitdem wohl nicht mehr zugeschlagen. Es sei möglich, meint Albrecht, dass der Täter von den Folgen seiner Ölflecken sogar selbst erschreckt war.

Albrecht war früher selbst mit einem schweren Motorrad unterwegs auf den schwäbischen Straßen. Inzwischen fährt er nur noch Roller. Und wie viele in der Gegend, die auf zwei Rädern unterwegs sind, fährt er seit Deniffels Tod vorsichtiger, den Blick häufiger auf die Fahrbahn gesenkt, auf der Suche nach Glassplittern und dunklen Stellen.

Aufgeben will Albrecht nicht. Er glaubt, dass er den Fall noch lösen wird. Vielleicht, weil der Täter die Schuld nicht mehr ertrage und sich offenbare; oder weil er sich durch einen Fehler verrate. "Irgendwann", sagt Albrecht, "machen die meisten einen Fehler."

URL:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,801848,00.html
Mehr auf SPIEGEL ONLINE:
Tödlicher Unfall: Polizei rätselt über Ölflaschen-Werfer (18.04.2011)
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ... 22,00.html

monika

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BeitragVerfasst: 30.03.2012, 11:14 
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hallo ihr,

dieser schreckliche unfall ist jetzt schon ein jahr her!
dazu in der heutigen ausgabe Nürnberger Nachrichten dieser artikel:

Biker starb durch Ölspur - Polizei ratlos
Ein Jahr nach dem schrecklichen Unfall im Allgäu vom Täter keine Spur


KEMPTEN - Eine rätselhafte Tat mit tragischen Folgen sorgte vor einem Jahr für Schlagzeilen: Nach einer sonntäglichen Ausfahrt zum Saisonbeginn stirbt im Allgäu ein Motorradfahrer durch eine absichtlich gelegte Ölspur. Vom Täter gibt es bis heute keine Spur.

Zu Beginn der Motorradsaison erinnern sich Biker im Allgäu an den schlimmen Unfall von Ostern 2011.
Foto: dpa Zu Beginn der Motorradsaison erinnern sich Biker im Allgäu an den schlimmen Unfall von Ostern 2011.Foto: dpa
Es war ein Verbrechen, das nicht nur Motorradfahrer im Allgäu sprachlos machte: Ein Familienvater stirbt, weil er mit seinem Motorrad auf einer Ölspur ausrutscht, die absichtlich gelegt wurde. Für die Freunde des Opfers bleibt es eine unfassbare Tat, die nicht nur jetzt zum Start in die Motorradsaison in den Köpfen steckt. „Mit einem richtig guten Gefühl bin ich das ganze letzte Jahr nicht gefahren. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke“, sagt Joachim Hög, Vorsitzender des Motorradclubs Unterallgäu.

Auch knapp ein Jahr nach dem Anschlag ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt wegen Mordes. Eine Spur gibt es aber nicht.

Frontal in den Gegenverkehr
Ein 37-jähriger Motorradfahrer geriet mit seiner Maschine in einer Kurve auf eine Ölspur und schleuderte frontal in ein entgegenkommendes Auto. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Schon bald kamen die Ermittler zu dem Ergebnis, dass ein Unbekannter gezielt Anschläge auf Motorradfahrer verübt haben muss. Auf der Straße zwischen Ottobeuren und Erkheim – einer beliebten Motorradstrecke – fanden die Beamten zehn weitere Öl-Lachen mit Splittern von zertrümmerten Flaschen.

Die Ermittlungsgruppe „Ölfleck“ der Polizei Kempten ging nach dem Vorfall zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. „Es wurden über 200 Hinweise zu Personen abgearbeitet“, sagt Polizeisprecher Christian Owsinski. Doch der Erfolg blieb aus. Drei Monate nach der Tat durchsuchten Ermittler die Wohnung eines zunächst tatverdächtigen 20-Jährigen, auf dessen Spur sie durch Zeugenhinweise gekommen waren. Ihm konnte der Anschlag jedoch nicht nachgewiesen werden.

Belohnung auf 50 000 Euro erhöht
Auch der Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ im August und Oktober 2011 brachte den Ermittlern nicht den erhofften Erfolg. Nach der Ausstrahlung der ersten Sendung hatte sich nach Angaben der Polizei ein Geschäftsmann aus Nordrhein-Westfalen gemeldet und die Belohnung für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, von ursprünglich 8000 Euro auf insgesamt 50 000 Euro erhöht. Der Mann soll selbst begeisterter Motorradfahrer sein.

Mehr als 300 Motorradfahrer aus der Region hatten sich drei Wochen nach dem tragischen Vorfall an einem Trauerkorso für das Opfer beteiligt. Jetzt, knapp ein Jahr danach, gibt es auf der Homepage des Motorradclubs Unterallgäu eine Anfrage im Gästebuch, ob wieder eine Gedenkfahrt für das Opfer geplant sei. Eine endgültige Entscheidung darüber habe der Club noch nicht getroffen, sagt Hög. „Ich weiß nicht, ob das so gut wäre. Es würde alles wieder aufwühlen.“

Quelle: http://www.nordbayern.de
Link: http://www.nordbayern.de/nuernberger-na ... -1.1961283

monika

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BeitragVerfasst: 03.04.2012, 09:21 
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hallo ihr,

auch ein jahr nach diesem unglaublichen verbrechen, wird weiterhin ueber diesen ungeklaerten fall berichtet!
das ist gut und vielleicht wird der taeter doch noch gefasst oder der druck so gross, dass derjenige sich stellt.

Mord an Motorradfahrer
Ein Jahr nach tödlichem Unfall gibt es keinen Hinweis auf den Täter


Markt Rettenbach - Es war ein Verbrechen, das nicht nur Motorradfahrer im Allgäu sprachlos machte: Ein Familienvater stirbt, weil er mit seiner Maschine auf einer Ölspur ausrutscht, die absichtlich gelegt wurde. Für die Freunde des Opfers bleibt es eine unfassbare Tat, die nicht nur jetzt zum Start in die Motorradsaison in den Köpfen steckt. Auch knapp ein Jahr nach dem Anschlag ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt wegen Mordes. Eine Spur gibt es aber immer noch nicht. Der folgenschwere Unfall geschah am Palmsonntag 2011: Ein 37-jähriger Motorradfahrer, der zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren im Unterallgäu unterwegs war, geriet mit seiner Maschine in einer Kurve auf eine Ölspur und schleuderte frontal in ein Auto. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Die 60-jährige Autofahrerin wurde leicht verletzt.

Schon bald kamen die Ermittler zu dem Ergebnis, dass ein Unbekannter gezielt Anschläge auf Motorradfahrer verübt haben muss. Auf der Straße zwischen Ottobeuren und Erkheim - einer beliebten Motorradstrecke - fanden die Beamten zehn weitere Öl-Lachen mit Splittern von zertrümmerten Flaschen. Die Ermittlungsgruppe 'Ölfleck' der Polizei Kempten ging nach dem Vorfall zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. 'Es wurden über 200 abgearbeitet', sagt ein Polizeisprecher.

Doch der Erfolg blieb aus. Drei Monate nach der Tat durchsuchten Ermittler die Wohnung eines zunächst tatverdächtigen 20-Jährigen, auf dessen Spur sie durch Zeugenhinweise gekommen waren. Ihm konnte der Anschlag jedoch nicht nachgewiesen werden. Als im September auch bei Laugna in Nordschwaben eine große Öl-Lache auf der Straße entdeckt wurde, vermuteten die Ermittler am Anfang einen Zusammenhang mit dem Allgäuer Fall. Letztlich konnte die Tat aber nicht zugeordnet werden. Da niemand zu Schaden kam, wurde der Fall schließlich abgelegt.

Im Allgäu dauern die Ermittlungen dagegen auch ein Jahr nach dem Unfall noch an. 'Je länger eine Tat zurückliegt, umso schwieriger wird es, den Fall zu klären. Trotzdem hat man die Hoffnungen noch nicht aufgegeben', sagt der Polizeisprecher. Nach dem Vorfall hatten die Beamten die beliebte Motorradstrecke im Unterallgäu für eine gewisse Zeit überwacht. Um dies jetzt in den ersten Wochen der neuen Motorradsaison zu wiederholen, gibt es nach Polizeiangaben keinen Anlass. 'Es gab keine Wiederholungen und keine Nachahmungstaten.' Auch Joachim Hög, Vorsitzender des Motorradclubs Unterallgäu, und seine Vereinskameraden sind davon überzeugt, dass sich die Tat nicht wiederholen wird. 'Was auch immer der Grund für diesen feigen Anschlag war - ich glaube nicht, dass der Täter damit gerechnet hat, dass jemand zu Tode kommt', sagt Hög. In Schutz nehmen wolle er den Unbekannten aber nicht. Im Gegenteil: Die Freunde des Opfers würden sich wünschen, dass der Täter irgendwann noch seine Strafe bekommt. Birgit Klimke, dpa

Quelle: Süddeutsche.de
Link: http://www.sueddeutsche.de/N5n38W/55201 ... ahrer.html

monika

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BeitragVerfasst: 17.04.2012, 10:48 
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hallo ihr,

leider weiterhin ungeklaert - aber immer noch praesent:

Motorradunfall nach einem Jahr immer noch ungeklärt
Markt Rettenbach, 17.04.2012 07:42


Der tödliche Motorradunfall von Markt Rettenbach ist nach einem Jahr noch immer ungeklärt. Zwar hat die Soko "Ölfleck" mittlerweile rund 230 Spuren und Hinweise überprüft, es gibt aber immer noch keine heiße Spur auf den Täter.
Ein Jahr nach dem tödlichen Unfall wird die Aufklärung der Straftat nun immer schwieriger, sagt Polizeisprecher Christian Owsinski. Für sachdienliche Hinweise hat die Polizei eine Belohnung von 50.000 Euro ausgeschrieben. Heute vor einem Jahr hatte ein unbekannter Täter auf mehreren Allgäuer Straßen vermutlich absichtlich Ölflaschen zerschlagen. Ein 37 Jahre alter Familienvater kam daraufhin auf seinem Motorrad in einer Kurve bei Markt Rettenbach ins Schleudern, stürzte und starb.

Quelle: RSA Radio - Der Allgäusender
Link: http://www.rsa-radio.de/aktuelles/nachr ... rt14,34350

monika

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BeitragVerfasst: 17.04.2012, 17:49 
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Hallo aus dem Allgäu :winken

Da ich vor Ort wohne im Allgäu auch öfter Geschäftlich (Auto) Privat (Motorrad) an dieser "Unfallstelle" vorbei fahre kommt mir immer ein komisches Gefühl hoch.Wie können solche Menschen mit dieser Schuld leben??? Haben diese kein Gewissen ???? Laut Polizei muss/müssen die/der Täter in diese Gegend wohnen/leben!!!! Auch die anderen Orte wo die Polizei Ölanschläge festgestellt hat,sprechen eindeutig das es ein Einheimischer gewesen sein muss!!!! Jedoch ohne Hinweise bis heute auf diesen feigen Anschlag.Ich gebe jedoch die Hoffnung nicht auf das man hier die /der Täter finden wird.

Jacky aus dem Allgäu

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BeitragVerfasst: 21.04.2012, 20:38 
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hallo jacky,

eine unvorstellbare tat!!!

das gewissen - es wird keine ruhe geben! daher hoffe ich auch, dass der jenige sich stellt
oder der taeter ueberfuehrt wird!

auch heute stand wieder was ueber diesen tragischen fall in der presse:

Ölspur auf Straße: Motorradfahrer erinnern an getöteten Freund
Samstag, 21. April 2012, 17:58 Uhr

Markt Rettenbach (dpa/lby) - Fast 200 Motorradfahrer haben am Samstag in Schwaben an einen Freund erinnert, der vor rund einem Jahr auf einer absichtlich gelegten Ölspur tödlich verunglückt war. Der mutwillig herbeigeführte Unfall des 37 Jahre alten Familienvaters auf einer beliebten Motorradstrecke nahe Markt Rettenbach (Kreis Unterallgäu) hatte die Menschen im Allgäu erschüttert. Der unbekannte Täter hatte zwischen Ottobeuren und Erkheim insgesamt elf Ölspuren samt Glassplittern gelegt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes. Bis heute wurde die Tat nicht aufgeklärt.

Quelle: Bild.de
Link: http://www.bild.de/regional/muenchen/mu ... .bild.html

monika

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BeitragVerfasst: 02.11.2012, 22:03 
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hallo ihr,

dieser toedliche motorradunfall, aufgrund einer vorsaetzlich gelegten oelspur, ist weiterhin thema,
dazu heutiger artikel:


Tödlicher Motorradunfall - EG Ölfleck - DNA Spur als neuer Ermittlungsansatz

Rund 1 1/2 Jahre nach einem tödlichen Verkehrsunfall, der sich aufgrund einer vorsätzlich gelegten Ölspur auf der Fahrbahn ereignet hatte, rückt eine DNA Spur in den Fokus der Ermittlungen.

Am frühen Abend des 17.04.2011 ereignete sich auf der Staatsstraße 2013 zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren ein schwerer Verkehrsunfall. Ein damals 37-jähriger Motorradfahrer war auf eine Ölspur geraten und hatte hierdurch die Kontrolle über sein Kraftrad verloren. Im weiteren Verlauf prallte der Mann gegen einen entgegenkommenden Pkw, der von einer damals 60-jährigen Frau gesteuert wurde. Bei dem Unfall erlitt der Mann so schwere Verletzungen, dass er trotz der Bemühungen von Ersthelfern und des alarmierten Rettungsdienstes verstarb. Der Familienvater hinterließ eine Frau und zwei Kinder.

Bereits im Rahmen der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass der unfallursächliche Ölfleck mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht fahrlässig verursacht worden ist, sondern durch eine vorsätzliche Aufbringung entstanden sein dürfte. Noch am Sonntagabend und am folgenden Montagvormittag wurden in der Region unter anderem mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers insgesamt 10 Ölflecken, davon drei im Bereich der Unfallstelle, auf verschiedenen Straßen aufgefunden. Die Spurensicherung vor Ort, die aufgrund des ungewöhnlichen Falles mit Unterstützung der Kriminalpolizei erfolgte, ergab, dass das Öl von auf der Fahrbahn zerplatzten Glasflaschen stammte.

Aufgrund der Sachlage wurde der Unfall seitens der Staatsanwaltschaft Memmingen als vorsätzliches Tötungsdelikt eingestuft. Die Ermittlungen der zunächst bei der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen angesiedelten Ermittlungsgruppe „Ölfleck“ sowie die Untersuchungen der gesicherten Spuren beim Bayerischen Landeskriminalamt ergaben, dass die Öllachen auf den Fahrbahnen mittels grüner Weinflaschen bzw. klarer Sektflaschen ausgebracht wurden und es sich um gebrauchtes Motoröl handelt. Die Spur der Weinflaschen konnte bis zu einem Massenabfüller verfolgt werden, der Discountmärkte beliefert.

Die weiteren Maßnahmen, darunter eine Ausstrahlung des Falles am 24.08.2011 bei Aktenzeichen XY, eine Auslobung von 50.000 Euro (darunter insgesamt 45.000 Euro durch zwei Privatpersonen), die Überprüfung von Haltern einer bestimmten Fahrzeugmarke und Fahrzeugtyps, sowie die Abarbeitung von ca. 250 Hinweisen führten bisher nicht zur Ermittlung des oder der Täter.

Im Rahmen der Untersuchung der Spurenträger konnte durch das Bayerische Landeskriminalamt an mehreren Flaschenbruchstücken eine identische DNA Spur gesichert werden.

Das aufgefundene DNA Muster weist so viele individualcharakteristische Merkmale auf, dass rechnerisch nur eine von 12 Milliarden Personen ein derartiges Muster aufweisen kann. Da der bereits durchgeführte Abgleich der aufgefundenen DNA Muster mit der DNA-Analyse-Datei beim Bundeskriminalamt Wiesbaden keine Übereinstimmung ergeben hat, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen durch das Amtsgericht Memmingen die Durchführung einer DNA Reihenuntersuchung angeordnet.

Wegen des zu absolvierenden Ermittlungsaufwandes wurde die weitere Sachbearbeitung der Kriminalpolizeiinspektion Kempten übertragen. Mit einem Personalansatz von insgesamt 14 Beamten und Beamtinnen werden in einem ersten Schritt mehrere hundert Personen gebeten, freiwillig eine Speichelprobe abzugeben. Hierbei handelt es sich um Personen, auf die bestimmte Prüfungsmerkmale zutreffen und die durch den Abgleich als Täter ausgeschieden werden sollen.

Die freiwillige Abgabe einer Speichelprobe ist ein wesentlicher Beitrag jedes einzelnen Probanden zur Klärung eines heimtückisch begangenen Tötungsdelikts, das unter Umständen nur ein Zufallsopfer getroffen hat und das innerhalb der Familie für großes Leid sorgt.

Die abgegebenen Speichelproben werden ausschließlich mit dem im Zusammenhang mit der Ölspur sichergestellten DNA Muster abgeglichen. Ein Abgleich in der DNA-Analyse Datei findet nicht statt und eine Speicherung in dieser Datei ist gesetzlich untersagt. Die untersuchten Proben und daraus gewonnenen DNA Muster werden unverzüglich vernichtet, sobald sie für das Verfahren nicht mehr erforderlich sind. Die von der Maßnahme betroffenen Personen werden als unbeteiligte und unschuldige Personen behandelt.

Die Kriminalpolizeiinspektion Kempten bittet weiterhin um Hinweise die zur Klärung des Falles dienen können. Mögliche Zeugen werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0831/9909-0 zu melden.

Hinweis:
Bei der hier angezeigten Meldung handelt es sich um die Originalmeldung der jeweiligen Polizeidienststelle. Die Inhalte wurden redaktionell nicht überarbeitet. all-in.de ist für die Inhalte nicht verantwortlich.


Quelle: all-in.de
Link: http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/polizeimeldungen/Polizeimeldungen-polizei-oelfleck-ermittlung-flasche-Toedlicher-Motorradunfall-EG-Oelfleck-DNA-Spur-als-neuer-Ermittlungsansatz;art2756,1223017

monika

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ganz aktuell:

Markt Rettenbach () | 09.11.2012 12:41 Uhr
Tödlicher Motorradunfall - EG Ölfleck - Neue Erkenntnisse durch Zeugenaussage


Rund 1 1/2 Jahre nach einem tödlichen Motorradunfall, der sich aufgrund einer vorsätzlich gelegten Ölspur auf der Fahrbahn ereignet hatte, haben sich aufgrund eines Zeugenaufrufs neue Erkenntnisse ergeben.

Am frühen Abend des 17.04.2011 ereignete sich auf der Staatsstraße 2013 zwischen Markt Rettenbach und Ottobeuren ein schwerer Verkehrsunfall. Ein damals 37-jähriger Motorradfahrer war auf eine Ölspur geraten und tödlich verunglückt. Die Ermittlungen ergaben, dass die Öllachen auf der Fahrbahn mittels grüner Weinflaschen bzw. klarer Sektflaschen vorsätzlich ausgebracht wurden und es sich um gebrauchtes Motoröl handelt.

Aufgrund der Sachlage wurde der Unfall seitens der Staatsanwaltschaft Memmingen als vorsätzliches Tötungsdelikt eingestuft. Die weiteren Maßnahmen, darunter eine Auslobung von 50.000 Euro (darunter insgesamt 45.000 Euro durch zwei Privatpersonen), führten bisher nicht zur Ermittlung des oder der Täter. Derzeit läuft aufgrund eines richterlichen Beschlusses eine DNA-Reihenuntersuchung bei mehreren hundert Männern aus der Region.

Zeugenaussage bringt Ermittlungsfortschritt

Aufgrund der Nachforschungen der Kripo Kempten konnte eine neue Zeugin ermittelt werden. Anhand deren Aussage wird die bisherige Annahme der ermittelnden Beamten, dass die Reihenfolge der Aufbringung der zehn Öllachen von Nord nach Süd erfolgte (gemäß der Nummerierung auf der Karte) bestätigt. Zusammen mit den bereits vorhandenen Erkenntnissen lässt sich zudem der Zeitpunkt der Aufbringung der unfallursächlichen Öllache zwischenzeitlich auf einen Zeitraum von maximal 10 Minuten vor den Unfall einschränken.

Besonders bedeutsam ist diese Zeugenaussage dahingehend, dass aufgrund der neuen Erkenntnisse für die Ermittler die begründete Annahme besteht, dass sich der oder die bisher unbekannten Täter um 17 Uhr bereits auf der Rückfahrt befanden. Der / oder die Täter sind daher mit hoher Wahrscheinlichkeit kurz nach dem tödlichen Unfall an der Unfallstelle eingetroffen und konnten sich somit ein Bild von den Folgen ihrer Tat machen.

Seitens der Kripo Kempten wird nicht ausgeschlossen, dass sich der/die Täter sogar länger an der Unfallstelle aufgehalten haben könnte/n, daher werden dringend weitere Erkenntnisse zu den vor Ort anwesenden Personen benötigt; auch um diese als mögliche Verdächtige ausschließen zu können.

Aufgrund dieses neuen Sachstandes bitten die Beamten der Ermittlungsgruppe Ölfleck erneut um Zeugenhinweise. Insbesondere werden alle Personen gebeten sich bei der Kripo Kempten zu melden die:

• nach dem Unfall im Zeitraum bis zur vollständigen Sperrung der Strecke an der Unfallstelle vorbeifuhren
• an die Unfallstelle gelangten und dort warten mussten
• im Zusammenhang mit dem Unfall in dem Bereich der Unfallstelle fotografiert haben und auf diesen Bildern Personen oder Fahrzeuge abgebildet sind.

Hinweise erbittet die Kripo Kempten unter der Tel. 0831/9909-0

Quelle: http://www.all-in.de
Link: http://www.all-in.de/nachrichten/allgae ... 56,1226570

monika

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