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BeitragVerfasst: 18.07.2012, 10:20 
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Nürburgring geht in die Insolvenz


18.07.2012 · Die dem Land Rheinland-Pfalz gehörende Besitzergesellschaft der berühmten Rennstrecke Nürburgring GmbH geht in die Insolvenz. Laut Kabinettsbeschluss soll die Gesellschaft ein Verfahren wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einleiten.

Investitionsruine: Mit dem Bau des Freizeitparks Nürburgring soll Rheinland-Pfalz fast eine halbe Milliarde Euro versenkt haben

Es hatte sich in den vergangenen Tagen schon abgezeichnet: Nun ist es Tatsache. Die dem Land Rheinland-Pfalz gehörende Besitzergesellschaft der berühmten Rennstrecke Nürburgring GmbH geht in die Insolvenz. Das rheinland-pfälzische Kabinett hat am Mittwoch in Mainz beschlossen, dass die landeseigene Nürburgring GmbH von sich aus ein Verfahren wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einleitet. Dafür soll der Vertreter des Landes in der Gesellschafterversammlung eintreten.

Grund ist nach Angaben von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD), dass die EU-Kommission die vom Land beantragte Rettungsbeihilfe von 13 Millionen Euro voraussichtlich nicht vor dem 31. Juli genehmigen wird. Die Kommission hat demnach für eine Finanzspritze von Rheinland-Pfalz an die staatliche Besitzgesellschaft am Ring mehr Prüfbedarf angemeldet und auf ein Problem hingewiesen. Die Nürburgring GmbH braucht aber dringend Geld.

Das Land Rheinland-Pfalz ist Hauptgläubiger von Krediten im Umfang von 330 Millionen Euro, die die landeseigene Investitions- und Strukturbank der Nürburgring GmbH gewährt hat. Dieses Geld muss Rheinland-Pfalz im Insolvenzfall wohl abschreiben. Bis zuletzt hatte Ministerpräsident Beck versucht, das Debakel zu vermeiden. Dem Vernehmen nach soll er sich sogar an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt haben, um einen positiven Bescheid aus Brüssel zu bewirken. Parallel zu dem Antrag auf Rettungshilfe prüft die EU, ob Beihilfen des Landes für den Nürburgring in Höhe von 524 Millionen Euro in den vergangenen Jahren zu Unrecht gezahlt wurden, darunter der Kredit von 330 Millionen Euro für den Bau des Erlebnisparks.

Beck und sein damaliger Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) hatten das Projekt 2006 auf den Weg gebracht, um neue Einnahmen an der Rennstrecke in der Eifel zu erzielen. Damit sollten die Verluste ausgeglichen werden, die dem Land durch Zuschüsse für die Ausrichtung von Formel-1-Rennen entstehen.

Die Suche nach privaten Investoren für das Vorhaben scheiterte jedoch und führte zum Rücktritt Deubels im Juli 2009. Mit den Pächtern des Nürburgrings überwarf sich das Land. Die Besucherzahlen am Ring bleiben weit hinter den Erwartungen zurück, die Einkaufsmeile „Ringboulevard“ blieb oft menschenleer.

Die Pächter verweigerten daraufhin Pachtzahlungen und pochten auf Tourismusbeihilfen des Landes, das daraufhin die Verträge kündigte. Jetzt haben sich beide Parteien geeinigt, dass Besitz und Betrieb zum 31. Oktober 2012 an die Nürburgring GmbH zurückfallen. Streitfragen sollen in einem Schiedsverfahren geklärt werden.

Sollte es nun aber zur Insolvenz kommen, stünden neben dem Schuldenberg für das Land, dem Verlust von Arbeitsplätzen auch künftige Formel-1-Rennen und andere Veranstaltungen wie „Rock am Ring“ vor dem Aus.Schon in den Vorwochen hatte der Veranstalter Lieberberg eine Verlagerung des Festivals auf den Flugplatz im Mainzer Stadtteil Finthen laut erwogen.

Quelle:faz.net
Link: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/e ... ml#Drucken

monika

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BeitragVerfasst: 18.07.2012, 12:24 
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Monika hat geschrieben:
Beck und sein damaliger Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) hatten das Projekt 2006 auf den Weg gebracht, um neue Einnahmen an der Rennstrecke in der Eifel zu erzielen. Damit sollten die Verluste ausgeglichen werden, die dem Land durch Zuschüsse für die Ausrichtung von Formel-1-Rennen entstehen.

... wenn du ein totes Pferd reitest: steig ab.

Nur unsere Politiker meinen da muss dann nochmal eine 1/4 Milliarde EUR nachgezahlt werden. Jede weitere Äußerung von mir bringt wahrscheinlich eine Anzeige wegen Beleidigung von den o.g. A..... mtsträgern oder so.... :p


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BeitragVerfasst: 01.08.2012, 22:07 
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Rheinland-Pfalz schießt Millionen in den Nürburgring


Es ist ein neues Millionengrab! Auf Kosten des Steuerzahlers.

Das Land Rheinland-Pfalz stellt für den insolventen Nürburgring mehrere Hundert Millionen Euro aus einer Rücklage bereit und kommt damit seinen Pflichten als Bürge nach.

Der Haushalts- und Finanzausschuss des Mainzer Landtags genehmigte am Mittwoch 254 Millionen Euro für die Rennstrecke samt Vergnügungspark.

ENTSCHULDIGUNG VON BECK

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat sich für die Pleite entschuldigt. Er wolle die Rheinland-Pfälzer, die Einwohner der Eifelregion und die Beschäftigten am Nürburgring „um Entschuldigung bitten, dass wir sie in eine solche Unsicherheit geführt haben”, sagte er.

Beck hatte immer versichert, das Engagement an der Rennstrecke werde die Steuerzahler nichts kosten. Einen Rücktritt wegen der Affäre um die Insolvenz lehnte Beck aber zum wiederholten Mal ab.

Die CDU wirft ihm Missmanagement vor.

Mit der Rücklage bürgt das Land für einen Kredit in Höhe von 330 Millionen Euro der insolventen staatlichen Nürburgring GmbH bei der landeseigenen Investitions- und Strukturbank (ISB). Nach Angaben von Finanzminister Carsten Kühl (SPD) sind noch weitere unplanmäßige Ausgaben in Höhe von 59,5 Millionen Euro einzukalkulieren.

Hintergrund:

Der Nürburgring mit seiner Erlebniswelt musste Insolvenz anmelden, weil die EU-Kommission sich weigerte, bis Ende Juli über eine Rettungsbeihilfe des Landes in Höhe von 13 Millionen Euro zu entscheiden. Außerdem blieben Pachtzahlungen der mittlerweile gekündigten privaten Betreiber aus.

Die Vorgänge am Nürburgring sind hoch umstritten. Nachdem eine Privatfinanzierung des Vergnügungsparks scheiterte, subventionierte das Land den Bau mit mindestens 486 Millionen Euro. Diese werden gerade von der EU in einem Beihilfeverfahren geprüft und sind möglicherweise rechtswidrig in die Eifel geflossen. Die erwarteten Besucherzahlen wurden am Nürburgring nie erfüllt, wenige Jahre nach der Eröffnung der Erlebniswelt schlossen die privaten Betreiber einige Teile bereits wieder.

Quelle: Bild.de
Link: http://www.bild.de/geld/wirtschaft/nuer ... .bild.html

monika

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