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BeitragVerfasst: 03.11.2011, 10:15 
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hallo ihr,

gestern abend lief bei sternTV ein beitrag:

Wie verhalten sich Menschen, wenn sie als erstes an einen Unfallort kommen? stern TV hat den Test gemacht - und gemeinsam mit einem Team der "Realistischen Unfalldarsteller" vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Thüringen eine Unfallsituation nachgestellt.

In einer engen Rechtskurve auf einer Landstraße mit wenig Verkehr simulierten stern TV und die Lockvögel vom DRK einen Zusammenstoß eines Pkw mit einem Motorrad: Das Auto lag im Straßengraben, die Fahrerin war angeblich mit dem Kopf aufs Lenkrad geknallt. Und die Motorradfahrerin lag 20 Meter von der Unfallstelle entfernt, sie gab vor, nur halb bei Bewusstsein zu sein. Beide "Opfer" brauchten offensichtlich dringend Hilfe.

Die ersten fünf Autofahrer, die an der Unfallestelle vorbei kamen, interessierte das aber offensichtlich nicht: Alle fuhren einfach weiter. Angeblich waren sie in Eile oder hatten die Verletzten nicht gesehen, wie sie später der Polizei mitteilten, die das Experiment unterstützte und die Autofahrer kurz hinter der fingierten Unfallstelle anhielt.

Überforderte Unfallhelfer
Erst nach acht Minuten hielt schließlich ein Auto an, die Unfallhelfer waren allerdings total überfordert, sie wussten nicht so recht, was zu tun ist. Aber: "Ich denke, auch wenn man nicht alles weiß, ist es immer noch besser anzuhalten und zu helfen als weiterzufahren", sagte einer der Unfallhelfer.

Mit dieser Einstellung war der Mann allerdings in der Minderheit. Denn:
Von den insgesamt 71 Fahrzeugen, die die Unfallstelle in sechs Stunden passierten, hielten nur 32 an. 37 Autos - und damit mehr als die Hälfte - fuhren einfach vorbei und überließen die Verletztem ihrem Schicksal.


Quelle: stern TV
Link: http://www.stern.de/tv/sterntv/stern-tv ... 45720.html

ich war wirklich erschrocken - eine so eindeutige unfallsituation - mit schwerverletzten - die dringend hilfe brauchten
und viele fuhren einfach vorbei!!!!!. (eine frau machte sogar noch fotos, waehrend sie im schritttempo am unfallort vorbei fuhr!!!)

die ignorant vorbeifahrenden wurden ein paar hundert meter spaeter von der polizei angehalten und gefragt, wieso sie einfach weiterfuhren.
die erklaerungen, von "ich hab keine zeit, mein kind muss zum untericht" bis hin zu einem typ, der meinte ganz kaltschnaeuzig: "helfen ist doch keine pflicht"...

ohne worte!!! erschreckende realitaet!!!

monika

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BeitragVerfasst: 03.11.2011, 11:15 
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Ich bin letzte Woche in einem Glasdrehkreutz….in der Annahme das offene Teil erreicht zu haben…volle Kanne gegen die Glaswand mit meiner Denkschüssel geschlagen (ist immer schlecht wenn man nicht geradeaus schaut sondern auf seine Füße – dies nur als Randbemerkung).

Mit mir befanden sich im Drehkreutz „drei deutsche“ und ein ausländisches Paar….während sich die erst genannten „3“ an mir vorbeidrängten…..kümmerte sich das Paar aufopferungsvoll um mein Befinden! Was ich ausgesprochen nett fand :rose ….. da um mich herum die Sterne zahlreich tanzten.

Nächstenliebe……es gibt Sie…… wir müssen Sie nur wieder anfangen zu entdecken. :winken

Wir leben in einer Zeit – des triumphierenden Vormarsches des Egoismus, immer mehr von uns nehmen nicht mehr Anteil an der Not Anderer. :(

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cu. enrico

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BeitragVerfasst: 03.11.2011, 19:09 
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hallo ihr,

das geschriebene ist das eine - aber es auch zu sehen das andere - daher hier das video dazu:

-> http://www.stern.de/tv/sterntv/stern-tv-test-mit-unfassbaren-reaktionen-wer-hilft-am-unfallort-1745720-video.html

ich kann die "unterlassene hilfeleistung" nicht nachvollziehen - muesste strafrechtlich verfolgt werden!

anhalten und helfen, den notarz rufen sollte selbstverstaendlich sein - fuer jeden!!!

ein interessanter test - mit schockierendem ergebnis!!!

enrico hat geschrieben:
Nächstenliebe……es gibt Sie…… wir müssen Sie nur wieder anfangen zu entdecken. :winken

ich denke nicht, dass es naechstenliebe bedarf, um zu helfen, sondern einfach das erkennen der notwendigkeit.
sonst helfen wir ja nur dem naechsten den wir lieben - und das waere ein sehr eingeschraenkter kreis!

monika

@enrico: oha - so nen ungebremstes glasdrehkreuz erlebnis tut weh! hoffe die scheiben haben es ueberlebt und dein kopf auch!

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BeitragVerfasst: 03.11.2011, 21:15 
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ich hoffe die begleitende Polizei hat nicht nur ermahnt, sondern auch gehandelt.
Unterlassene Hilfeleistung ist eine Straftat!
Dafür gibt es keine Entschuldigung.

Gerade letzte Woche habe ich als Ersthelfer bei meinem Brötchengeber für die Mitarbeiter die ADAC-Kurse "Absichern der Unfallstelle" und "Wiederbelebung" organisiert.

Für läppische 10€, die noch unser Arbeitgeber bezahlt, kriegt man hier alles beigebracht um anderen zu helfen.

Ich hoffe nur, wenn es mich mal erwischt, treffe ich nur auf Menschen von dem Schlag, die sich für sowas gemeldet haben und bereit sind, anderen in Notsituationen zu helfen.

Es ist unfassbar, dass für so viele Menschen nur ein Wohl zählt, das Eigene ...

bye

Ralf

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BeitragVerfasst: 03.11.2011, 21:16 
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Wohnort: zw S und UL direkt an schönen Mopedstrecken
Autos, Motorräder müssen alle zwei Jahre zum TÜV.

Genau das sollte auch für jeden Bundesbürger ab 16 Jahre gelten.
Alle 2 Jahre zum Erste Hilfe Kurs.

Und den Arschl...chern die weitergefahren sind und nicht angehalten haben,
gehört der Führerschein für mindestens 1 Jahr entzogen.

Bei sowas kann ich nur :p


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BeitragVerfasst: 03.11.2011, 22:46 
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Wohnort: Hamburg
Monika hat geschrieben:
hallo ihr,

das geschriebene ist das eine - aber es auch zu sehen das andere - daher hier das video dazu:

-> http://www.stern.de/tv/sterntv/stern-tv-test-mit-unfassbaren-reaktionen-wer-hilft-am-unfallort-1745720-video.html

ich kann die "unterlassene hilfeleistung" nicht nachvollziehen - muesste strafrechtlich verfolgt werden!

anhalten und helfen, den notarz rufen sollte selbstverstaendlich sein - fuer jeden!!!

ein interessanter test - mit schockierendem ergebnis!!!

enrico hat geschrieben:
Nächstenliebe……es gibt Sie…… wir müssen Sie nur wieder anfangen zu entdecken. :winken

ich denke nicht, dass es naechstenliebe bedarf, um zu helfen, sondern einfach das erkennen der notwendigkeit.
sonst helfen wir ja nur dem naechsten den wir lieben - und das waere ein sehr eingeschraenkter kreis!

monika

@enrico: oha - so nen ungebremstes glasdrehkreuz erlebnis tut weh! hoffe die scheiben haben es ueberlebt und dein kopf auch!


Hallo Monika

Nächstenliebe wird allgemein als Bereitschaft einer Person, ihren Mitmenschen zu helfen, verstanden. Sie ist auf ein Handeln bezogen und beschränkt sich nicht auf ein Gefühl der Sympathie oder ein emotionales Gestimmtsein. Das Bedeutungsfeld des Begriffs „Nächster“ reicht von einem sozialen oder religiösen Näheverhältnis bis zu jedem, der Hilfe braucht, und ist seit Jahrtausenden Gegenstand ethischer und theologischer Erörterungen.[1] Zwar schließt Nächstenliebe Selbstopfer nicht aus, aber sie macht gewaltsame Selbstopfer nicht zum generellen Modell einer liebenden Zuwendung zum Nächsten. Selbstlose Hilfs- und Versöhnungsbereitschaft ist als menschliches Verhalten weltweit anzutreffen und in den meisten Religionen als ethisches Grundmotiv verankert. Der Begriff entstammt einem Gebot der Tora (Lev 19,18 Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%A4chstenliebe

Ohhhhhh...Jaaaaaa Monika das tat extrem weh!!!!! Ich dachte ich werde zum "Einhorn"

@hi Puma
Da die Situation gestellt war - somit also keine akute (echte) Gefahr einer Person an Leib und Seele bestand - kann man leider niemanden wegen unterlassener Hilfeleistung zur Rechenschaft ziehen! Doch den moralischen Strafzettel finde ich Richtig........und vielleicht werden einige ihr Verhalten für die Zukunft überdenken.

Und Leute denen sowieso alles scheißegal ist.....kann ich nur wünschen das sie niemals die Hilfe Anderer in einer solchen Notlage benötigen!

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cu. enrico

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BeitragVerfasst: 04.11.2011, 12:46 
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@enrico

Du hast recht! Es war kein Notfall, deshalb ist es juristisch keine Straftat. In meinen Augen ist dies eine Gesetzeslücke! Denn nur wer hingeht, kann beurteilen, ob ein Notfall besteht. Aus der Ferne ist dies nicht möglich. Deshalb sollte jeder, der an einer Unfallstelle weiterfährt und weder einen Notruf absetzt oder sich vergewissert hat, dass kein Notfall besteht juristisch belangt werden können.

Ich hätte auch gar kein Problem damit, analog zu den Geschwindigkeitsüberwachungen, auch solche gestellte Unfälle zur Überprüfung der unterlassenen Hilfeleistung, mit entsprechenden juristischen Folgen durchführen zu lassen.

Es ist Frauen vielleicht nicht zuzumuten, Nachts aus zusteigen und einen Unfall zu überprüfen, aber einen Notruf absetzen können sie alle! Ansonsten kann jeder sich vergewissern, ob Hilfe benötigt wird und diese, im Rahmen seiner Möglichkeiten, leisten. Das und nichts anderes verlangt der §323 des StGB.

Jeder sollte sich immer vor Augen führen, wie leicht er selbst in eine hilflose Lage kommen kann und wie sehr er dann auf Hilfe anderer angewiesen ist.

Und ja, ein regelmäßiger Erste-Hilfe-Kurs sollte für den Erhalt der Fahrerlaubnis auch zur Pflicht erklärt werden.

Es ist so wenig, was man tun kann und sollte, um einem anderen Menschen ggf. das Leben retten kann.

... nichts ist schlimmer als nichts zu tun...

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BeitragVerfasst: 07.11.2011, 20:52 
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enrico hat geschrieben:
Ich bin letzte Woche in einem Glasdrehkreutz….in der Annahme das offene Teil erreicht zu haben…volle Kanne gegen die Glaswand mit meiner Denkschüssel geschlagen
...mit Helm wär das nich passiert! Also, immer schön einen Knitterfreien tragen ;-) !

Übrigens: viele wissen gar nicht, dass sie bereits Hilfe leisten, wenn sie Hilfe holen oder die Notrufnummer wählen. Auch ich bin für die regelmäßige Auffrischung der Ersten Hilfe und absolviere jährlich eine Auffrischung mit Reanimationsübungen und AED (Automatisierter Externer Defibrillator) -mein Arbeitgeber fördert und unterstützt das. Das macht nicht nur Spaß sondern ist meganützlich! Im Training bleiben senkt die Hemmschwelle zur Hilfeleistung.

Cu
Alex

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BeitragVerfasst: 10.11.2011, 14:35 
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Ralf-Rapp hat geschrieben:
@enrico
Du hast recht! Es war kein Notfall, deshalb ist es juristisch keine Straftat. In meinen Augen ist dies eine Gesetzeslücke!

Genau! Das ist das Gesetz was mir die ganze Zeit gefehlt hat! Mal ehrlich: mit einem Gesetz wird nicht behoben was in der Gesellschaft an anderer Stelle grottenschlecht schiefläuft.
Ralf-Rapp hat geschrieben:
@enrico
Ich hätte auch gar kein Problem damit, analog zu den Geschwindigkeitsüberwachungen, auch solche gestellte Unfälle zur Überprüfung der unterlassenen Hilfeleistung, mit entsprechenden juristischen Folgen durchführen zu lassen.

Ich schon.
Ralf-Rapp hat geschrieben:
@enrico
Es ist Frauen vielleicht nicht zuzumuten, Nachts aus zusteigen und einen Unfall zu überprüfen, aber einen Notruf absetzen können sie alle! Ansonsten kann jeder sich vergewissern, ob Hilfe benötigt wird und diese, im Rahmen seiner Möglichkeiten, leisten. Das und nichts anderes verlangt der §323 des StGB.

Damit sind doch die Möglichkeiten soweit vorhanden, oder?
Ralf-Rapp hat geschrieben:
@enrico
Jeder sollte sich immer vor Augen führen, wie leicht er selbst in eine hilflose Lage kommen kann und wie sehr er dann auf Hilfe anderer angewiesen ist.

Und ja, ein regelmäßiger Erste-Hilfe-Kurs sollte für den Erhalt der Fahrerlaubnis auch zur Pflicht erklärt werden.

Definitiv JA! zusammen mit Seh- und Hörtest!

Viele Grüße
Markus


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