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BeitragVerfasst: 21.11.2011, 19:07 
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hallo ihr,

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Verkehrssicherheit
Mehr Tote auf deutschen Straßen

Jahrelang sank die Zahl der Verkehrstoten stetig, doch von Januar bis September 2011 starben wieder mehr Menschen. Der Autoclub ACE fordert mehr Tempolimits.

Zwei Jahrzehnte lang sank die Zahl der Verkehrstoten – doch dieser positive Trend kippt. Erstmals seit 1991 steigt die Zahl der Menschen, die auf den Straßen in Deutschland tödlich verunglücken, wieder. Von Januar bis September dieses Jahres kamen 2.938 Menschen bei Unfällen ums Leben, das waren 5,9 Prozent mehr als in den ersten drei Quartalen 2010, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit.

Experten können über die Gründe dafür nichts Konkretes sagen. Sie verweisen zwar auf das Wetter als eine Ursache für den Anstieg – im warmen und trockenen Frühjahr waren mehr Menschen auf den Straßen unterwegs als im Vorjahr und es wurde mehr Motorrad und Fahrrad gefahren. Allerdings stieg auch in den Monaten August und September die Zahl der tödlichen Unfälle im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten. Dafür haben die Statistiker bisher keine Erklärung.

Gleich in sieben von neun Monaten dieses Jahres war die Zahl der Verkehrstoten höher als im Vorjahr. "Das ist keine Momentaufnahme wie bei einzelnen Monaten mehr", kommentiert Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), die Zahlen. Es könne sich um Hinweise auf eine Tendenz zum Schlechteren handeln. Möglicherweise hätten sich die Behörden, aber auch die Verkehrsteilnehmer selbst angesichts der immer geringeren Verkehrstotenzahlen der vergangenen Jahre in einer trügerischen Sicherheit gewogen, meint Lottsiepen.

"Nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau"

2010 wurde der bisherige Tiefststand erreicht: Im ganzen Jahr starben auf den deutschen Straßen 3.648 Menschen bei Verkehrsunfällen – so wenig wie noch nie seit Beginn der Statistik. Der Höchststand lag bei 21.332 Unfalltoten im Jahr 1970 (zusammengerechnet in Bundesrepublik und DDR).

Darum verweist der Automobilclub ADAC auch darauf, dass die Zahl der Verkehrstoten im laufenden Jahr – trotz des Anstiegs – nach wie vor niedrig ist. "Jeder Verkehrstote ist natürlich immer einer zu viel", sagt ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. "Aber es ist auf jeden Fall auf sehr niedrigem Niveau." Den Anstieg erklären kann aber auch Hölzel nicht. "Man muss dran bleiben und darf in den Anstrengungen nicht locker lassen, um zurück auf die Erfolgsspur zu kommen", sagt der ADAC-Sprecher.

Der Auto Club Europa (ACE) warnt davor, äußere Einflüsse wie die vielen Baustellen im Sommer oder mehrere starke Gewitter im September etwa in Sachsen-Anhalt für den Anstieg verantwortlich zu machen. "Der Regen macht nicht den Unfall. Entscheidend ist das persönliche Fahrverhalten", sagt ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner.

Geringeres Tempo auf Landstraßen gefordert
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, fordert der ACE etwa eine automatische Startsperre für Gurtmuffel. Sie würde ein Auto blockieren, bis alle Sicherheitsgurte angelegt sind. "Der Gurt ist der Lebensretter im Straßenverkehr", sagte Hillgärtner. Der Verband hält zudem mehr Tempolimits, verpflichtende Fahrerassistenzsysteme wie elektronische Stabilitätskontrollen und eine neue Diskussion über die Null-Promille-Grenze für alle Autofahrer für sinnvoll.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn rechnet damit, dass die Gesamtzahl der Verkehrstoten in diesem Jahr höher liegen wird als 2010. Ein Sprecher nannte die günstige konjunkturelle Entwicklung als möglichen Grund. Wenn mehr Menschen Arbeit hätten und deshalb im Auto führen, steige auch das Risiko im Straßenverkehr. Er verwies darauf, dass 60 Prozent der tödlichen Unfälle auf Landstraßen geschehen.

Nach den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes verunglückten in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 295.200 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen. Das sind 4,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bundesweit erfasste die Polizei rund 1,71 Millionen Unfälle, etwas weniger als im Vorjahr. Zwar passierten mehr Karambolagen mit Verletzten (plus 4,6 Prozent), dafür gab es weniger Unfälle mit ausschließlich Sachschaden (minus 2,3 Prozent).

Erst vor kurzem hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ein "Verkehrssicherheitsprogramm" vorgestellt mit dem Ziel, bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent zu senken. Teil des Programms sind unter anderem mehr Blitzer gegen Raser und zusätzliche Rüttelstreifen als Mittel gegen unachtsames Abkommen von der Fahrbahn. Das reicht dem ACE und dem VCD aber nicht aus. Auf Landstraßen, die ein gefährlicher Crash-Schwerpunkt sind, dürfe höchstens 80 oder 90 km/h gefahren werden, fordert VCD-Experte Lottsiepen. Und innerorts, wo besonders viele Fußgänger unterwegs sind, sei eine Umkehrung nötig: Tempo 30 als Regel, Tempo 50 als Ausnahme.

Quelle: ZEIT ONLINE
Link: http://www.zeit.de/auto/2011-11/verkehr-unfall-tod

monika

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Schluss mit der Todesfalle Stützpfosten!


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