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BeitragVerfasst: 27.11.2012, 07:44 
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Geisterfahrer, Winterreifen, Parkuhr, Auffahrunfall
Die zwölf größten Rechts-Irrtümer im Straßenverkehr
Dienstag, 27.11.2012, 05:08

Wer zahlt beim Crash mit einem Geisterfahrer? Bin ich mit Sommerreifen im Winter versichert? Kann ich an einer kaputten Parkuhr kostenlos parken? Ein Versicherungsexperte klärt über die größten Rechtsirrtümer auf.
Wenn´s knallt, kommt erst der Schreck – und dann das gute Gefühl: Ich bin ja versichert. Doch darauf sollte man nicht immer bauen. Denn manchmal steht man trotz Versicherung mit kurzem Hemd da. Und auch sonst gibt es viele Rechtsirrtümer im Straßenverkehr. Frank Bärnhof, Experte für Kfz-Versicherungen bei der CosmosDirekt, klärt über die größten Fehler und Mythen im Verkehrsrecht auf.

1. Wer haftet beim Unfall mit einem Geisterfahrer?

Dabei kommt es darauf an, ob der Geisterfahrer vorsätzlich oder nur grob fahrlässig gehandelt hat. Bei Vorsatz kann seine Haftpflichtversicherung die Zahlung verweigern. Wer als Unfallgegner geschädigt wird, muss dann auf seine Vollkaskoversicherung zurückgreifen – wird aber wenigstens nicht herabgestuft. Wer als Opfer eines Geisterfahrers allerdings nicht vollkaskoversichert ist, schaut in die Röhre. Er muss sich dann an die Verkehrsopferhilfe (VOH) wenden. Die VOH hilft nach eigenen Angaben „Verkehrsopfern in der Funktion als Garantiefonds bei Unfällen in Deutschland, die durch nicht ermittelte oder nicht versicherte Kraftfahrzeuge verursacht werden oder in denen das Auto vorsätzlich und widerrechtlich als ´Tatwaffe´ eingesetzt wird oder der Autohaftpflichtversicherer insolvent wird.“

2. Muss ich bei Fahrerflucht für Schäden an meinem Auto selbst aufkommen?
Nein, nicht wenn Sie eine Vollkaskoversicherung haben. Sie springt ein, wenn der Verursacher des Schadens nicht zu ermitteln ist und damit auch dessen Kfz-Haftpflicht nicht greift.

3. Können Fußgänger auch Fahrerflucht begehen?
Ja, denn offiziell wird unter dem Begriff Fahrerflucht das unerlaubte Entfernen vom Unfallort verstanden. Dies bezieht sich auf alle Verkehrsteilnehmer – also auch auf Fußgänger. Personen, die beispielsweise mit einem Einkaufswagen ein Fahrzeug beschädigen, können daher auch Fahrerflucht begehen.

4. Ist eine Teilkasko- immer günstiger als eine Vollkaskoversicherung?
Jeder sollte zunächst für sein Fahrzeug individuell prüfen, welche Variante günstiger ist. Denn unfallfreie Fahrer sichern sich über die Jahre in der Vollkaskoversicherung einen Schadenfreiheitsrabatt. Dadurch zahlen sie deutlich weniger Beitrag als am Anfang. In der Teilkaskoversicherung gibt es solche Rabatte nicht. Ein Vollkaskoschutz kann daher unter Umständen günstiger sein als eine Teilkaskoversicherung.

5. Lässt sich die Kfz-Versicherung nur zum 1. Januar eines Jahres wechseln?

Nein, zwar ist bei den meisten Kfz-Verträgen das Hauptfälligkeitsdatum der 1. Januar, über diesen Stichtag hinaus besteht jedoch ein Sonderkündigungsrecht, wenn die Versicherung die Beiträge erhöht, ein neues Fahrzeug gekauft wird oder ein entschädigungspflichtiger Schaden vorliegt.

6. Spielt das Schuhwerk beim Autofahren eine Rolle?

Ja. Die Straßenverkehrsordnung gibt zwar nicht vor, welche Schuhe zu tragen sind. Kommt es jedoch mit Flipflops oder High Heels zu einem Unfall, kann das Gericht darin eine Verletzung der Sorgfaltspflicht sehen und ein Bußgeld verhängen. Werden dazu Personen verletzt, kann es sogar zu einer strafrechtlichen Verfolgung kommen.

7. Ist wirklich immer derjenige an einem Autounfall Schuld, der aufgefahren ist?
Nein. Schuld ist grundsätzlich derjenige, der vorsätzlich oder fahrlässig die Verkehrsregeln missachtet und dadurch den Autounfall verursacht hat. Wer also grundlos oder wegen eines Kleintieres, zum Beispiel eines Igels, bremst, kann durchaus mit einer Teilschuld zur Verantwortung gezogen werden.

8. Ist es Nötigung, wenn man vor dem Überholen die Lichthupe benutzt?

Nein. Autofahrer dürfen außerhalb geschlossener Ortschaften kurz die Lichthupe betätigen, um dem Vordermann ihre Überholabsicht anzudeuten. Der Gegenverkehr darf dadurch jedoch nicht geblendet werden. Problematisch wird es jedoch, wenn ein Autofahrer mit Lichthupe zu dicht auffährt – das ist Nötigung und erhöht zudem das Unfallrisiko.

9. Muss ich nach einem Unfall schnellstmöglich Platz für den Verkehr machen?
Nein, nicht unter allen Umständen. Für die Versicherung ist die Unfallsituation von Bedeutung. Den Unfallort und den Stand der beteiligten Fahrzeuge zu fotografieren, ist daher wichtig – auch Detailfotos des Schadens sind hilfreich. Sind die Fotos geschossen, sollte aber bei Bagatellschäden die Unfallstelle geräumt werden, um den Verkehr nicht länger zu behindern.

10. Dürfen sich Motorradfahrer an roten Ampeln rechts an den Autos vorbeischlängeln?
Ja. Wenn genug Platz ist, dürfen Rad-, Mofa- und Motorradfahrer an Autos, die an einer roten Ampel warten, rechts vorbeifahren – allerdings nur langsam und besonders vorsichtig. Das häufig vorkommende Vorbeischummeln bei einem Stau auf der Autobahn ist dagegen verboten.

11. Darf ich kostenlos parken, wenn der Automat kaputt ist?

Nein. Ist der Parkautomat defekt, muss der nächstgelegene Automat genutzt werden. Funktionieren auch alle in der näheren Umgebung nicht, ist der Autofahrer verpflichtet, eine Parkscheibe in den Wagen zu legen. Hierbei gilt die auf den Schildern angezeigte Höchstparkdauer.

12. Bin ich mit Sommerreifen im Winter versichert?

Aus Sicht der Versicherer handelt man grob fahrlässig, wenn man bei winterlichen Straßenverhältnissen – etwa bei Schnee, Schneematsch, Eis oder Reifglätte – mit Sommerreifen unterwegs ist. Zwar zahlt die Haftpflichtversicherung des Unfallfverursachers immer, doch der Kaskoschutz kann verloren gehen. Die Ausnahme ist ein Komfortschutz, wie ihn einige Versicherungen anbieten: Dann zahlt die Versicherung auch bei grober Fahrlässigkeit.

Quelle: focus.de
Link: http://www.focus.de/auto/ratgeber/siche ... 67334.html

monika

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Sicherheit für Biker
Schluss mit der Todesfalle Stützpfosten!


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