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Fritz
W. Egli:
„In einem persönlichen
Gespräch konnte ich mich von der Notwendigkeit zur Nachrüstung von
Leitplanken mit Unterfahrschutz und der erfolgreichen Umsetzung vom Verein MEHRSi
überzeugen.
Bei aller Begeisterung für technische Innovationen müssen wir besonders
auf dem Gebiet der Sicherheit alle Möglichkeiten ausschöpfen. Das
sind wir unserem Leben und dem unserer Freunde schuldig.
Wir Motorradfahrer sind aufgerufen, unseren Beitrag zu leisten. Dafür bietet
MEHRSi eine ideale Plattform. Ich fühle mich auch als Schweizer in der
Verantwortung und freue mich auf viele Gleichgesinnte."
Immer eine sichere Fahrt wünscht
Euer
Fritz W. Egli
Name:
Fritz W. Egli
Geburtstag: 30.6.1937
Eintritt: Firmengründung im Jahre 1965
Fachgebiet: technische Betriebsleitung
Lieblingsmotorrad: Vincent Black Shadow
Hobbies: Dampfmaschinen bauen, Motorrad fahren, Hunde und Katzen, Tierschutz
Firmengeschichte der EGLI-Motorradtechnik AG
Begonnen hat alles mit einer Vincent Black Shadow, die einem älteren Arbeitskollegen
von Fritz W. Egli gehörte. Aus gesundheitlichen Gründen musste er
das Motorradfahren aufgeben, und weil er im jungen Fritz Egli einen Menschen
gefunden hatte, der die Vincent ebenso liebte wie er selbst, schenkte er sie
ihm.
Fritz W. Egli war fasziniert von den für die Schweiz typischen Bergrennen,
und so tunte er seine Vincent kräftig, um vorne mithalten zu können.
Der Motor war nahezu unschlagbar, dennoch aber kam Fritz W. Egli nicht über
dritte bis fünfte Ränge hinaus. Der Grund lag im problematischen Fahrwerk
der Vincent. Also sann Egli - seinem Naturell entsprechend - auf eine perfekte
Lösung: Ein neues Fahrwerk musste her, und zwar ein selbstgebautes!
Was folgte war die intensive Auseinandersetzung mit der Kunst des Fahrwerksbaus.
Diese Zeit - wir befinden uns etwa in der Mitte der sechziger Jahre - kann als
die Geburtsstunde des später Weltruhm erlangenden legendären Egli-Rahmens
bezeichnet werden.
Nachdem Egli die Vincent mit seinem Eigenbau-Rahmen verbessert hatte, gab es
für die Konkurrenz nur noch wenig zu lachen, die Egli-Vincent war einfach
unschlagbar. 1968 wurde Egli Schweizer Meister, andere Titel kamen hinzu.
Egli-Motorräder sorgten in den folgenden Jahren stets für spannende
Duelle, Strecken- und Rundenrekorde purzelten, selbst namhafte Fahrer wie Phil
Read oder Giacomo Agostini auf ihren aufwendigen Werksmaschinen mussten zittern,
wenn eine feuerrote Egli hinter ihnen auftauchte. Mit einem serienmäßigen
Egli-Chassis stellte Jacques Cornu 1981 einen neuen Rundenrekord auf dem Nürburgring
auf - ein weiterer Beweis dafür, dass Egli-Fahrwerke für Straßenmotorräder
selbst hochspezialisierten Werksmaschinen überlegen waren.
Der inzwischen im aargauischen Bettwil ansässige Betrieb florierte in den
70er Jahren ungemein. Bis zu 200 Einheiten verließen in den Spitzenzeiten
jährlich den Betrieb. Von Einzylinder-Yamaha-Motoren bis zu Sechszylinder-Honda-Aggregaten
- die Auswahl der Motorisierung war riesengroß.
Ein weiterer Punkt der unbedingt erwähnenswerten Egli-Aktivitäten
in jener Zeit war die unbändige Lust am Brechen von Rekorden. Wir schreiben
den 7. Dezember 1986. den Tag, an dem sich Fritz W. Egli vorgenommen hatte,
mit seinem Team den Höchstgeschwindigkeitsrekord über 10 Kilometer
mit stehendem Start zu brechen. Das sollte mit einem auf der Basis einer MRD1
aufgebauten Maschine geschehen, mit 320 PS an der Kupplung, von denen rund 280
PS am Hinterrad übrig blieben. In Verbindung mit der von Stardesigner Colani
entwickelten Vollverkleidung sollte die Maschine für Geschwindigkeiten
jenseits der 300 km/h gut sein. Erfolg des ganzen Aufwandes: Rekordfahrer Urs
Wenger, heute Chef der Burgdorfer Motorenschmiede Swissauto, schaffte auf der
Egli MRD1 eine Höchstgeschwindigkeit von über 330 km/h und eine Durchschnittsgeschwindigkeit
von 272.414 km/h - Weltrekord gebrochen! Besonders bewundernswert ist der Weltrekord
vor allem, weil er ohne die von Colani entworfene Verkleidung gefahren wurde.
Stürmischer Wind ließ das Risiko, mit einer vollverschalten Maschine
einfach von der Bahn geblasen zu werden, derart ansteigen, dass Fritz W. Egli
entschied, eine klassische Halbschale zu montieren.
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